Das gläserne Tor (Gracia & Anschar 1)

Glaeserne_Tor

Auch diesen Roman habe ich durch eine Leserunde bei Lovelybooks kennengelernt. Wie das Cover es schon erahnen lässt geht es doch ein wenig in Richtung Romantasy, was ja nun nicht so mein Genre ist, aber bisweilen lässt man sich ja auch auf Neues ein.

Zum Inhalt:
Das Tor in eine phantastische Welt

Es geschehen seltsame Dinge am Ausgrabungsort des jungen Berliner Archäologen Friedrich. Nicht datierbare Schmuckstücke tauchen auf, und eines Nachts stößt seine Verlobte Gracia auf einen dunklen Fremden, der vor ihren Augen im Wasser verschwindet. Wenig später zieht es auch Gracia in den See, doch sie findet sich nicht am Grund des Sees wieder, sondern in einer fremden Welt voller Magie, Zauber und Gefahr. Während Friedrich in Berlin verzweifelt nach Gracia sucht, wird sie von Kriegern gefangen genommen und vor deren despotischen Herrscher geführt. Als ihr ein mysteriöser Sklave zur Flucht verhilft, beginnt für die junge Frau das Abenteuer ihres Lebens …

Handlung:
Gracia Zimmermann, die Tochter eines Gelehrten im ausgehenden 19. Jahrhundert wird durch eine zufällige Begegnung aus ihrem Alltag herausgerissen, in eine andere Welt versetzt und beginnt damit über sich und ihr Leben nachzudenken und ihren eigenen Weg im Leben zu finden.
Dabei hilft ihr die Begegnung mit Anschar, einem Krieger, aber auch Sklaven in seiner Welt, zu dem sie eine zunehmende Beziehung aufbaut.

Mir gefiel besonders das klar durchscheinende Interesse Sabine Wassermanns am Altertum. Sowohl bei der Beschreibung des historischen Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, als auch der phantastischen Welt, die unverkennbar an die Hochkulturen Mesopotamiens bis hin zur klassischen griechisch-römischen Antike angelehnt sind, arbeitet die Autorin mit den dort gängigen Klischees. Aber genau dadurch entsteht eine plastische, gut greifbare Welt. Das bereitete mir ein gutes Lesevergnügen.

Etwas weniger (oder besser straffer in der Handlung) Romanze zwischen Grazia und Anschar wäre für mich schöner gewesen und hätte den Roman aus meiner Sicht auch nicht gemindert, aber das ist ja nun wirklich Geschmackssache.
Leider hat der Verlag es anscheinend versäumt, das Buch vor Veröffentlichung noch einmal Korrektur zu lesen. Es gibt streckenweise gehäuft Umlautfehler bei Wörtern, die ein ‚ü‘ enthalten, was dann beim Lesen sehr störend wird.

Alles in allem ein unterhaltsamer Roman, wenn man einfach mal entspannt ‚abtauchen‘ möchte. Und er war so gut, dass ich ihn obwohl er nicht direkt meinem Fantasy-Genre entspricht, doch weiterempfehlen kann. Sollte ich einmal die Zeit finden und keine anderen Bücher mehr auf meiner Leseliste vorhanden sein, würde ich mir auch den zweiten Band zu Gemüte ziehen.

Damit habe ich auch wieder etwas von meiner Monatsliste „abgearbeitet“.

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