Fortsetzung lesen oder nicht? – Pascal Wokan: Die Einherjer – Feuer und Meer

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Weiterlesen oder nicht? Was soll ich nur machen?
Diese Frage stellt sich mir, seitdem ich an der Leserunde zu Pascal Wokans Fantasyroman „Die Einherjer – Feuer und Meer“ bei Lovelybooks teilgenommen habe.

Ein gefallener Held auf der Suche nach Vergebung.
Ein untergegangener Orden, der neu gegründet werden muss.
Ein uralter Feind, der wieder erwacht.

Skaldheim ist ein von Schnee und Eis beherrschtes Land. Einst von namhaften Kriegern beschützt, die als ehrenvoll Gefallene zu Auserwählten der Götter wurden, ist es fünfhundert Jahre später von Krieg und Intrigen zerrüttet.
Asgrim Krummfinger, ein Kriegsheld vergangener Tage, läuft vor seinem Schicksal davon und lässt das zerfallene Reich hinter sich zurück. Der Glanz seiner früheren Heldentaten ist längst verblasst und die Erinnerungen in Met ertränkt. Doch die Vergangenheit kann nicht ruhen, als eine Gruppe Abenteurer an ihn herantritt, um ihn für einen geheimen Auftrag anzuwerben: Sie wollen den Krater betreten und nach Skjalmir, dem Hammer der Macht, suchen, der einst von den Auserwählten geschmiedet und geführt wurde. Noch ahnt Asgrim nicht, dass er Teil des großen Spiels um das Schicksal Skaldheims ist und in den Schatten ein alter Feind von neuem erwacht … – Amazon-

Mit diesem Text ließ ich mich in der Community „anwerben“. Hörte sich immerhin nach Highfantasy an. Und das ist es auch. Also warum kann ich mich dann nicht entscheiden? Ich versuche meine Gedanken einmal „aufzudröseln“.

Handlung:
Es geht wie es der Kurzinhalt schon beschreibt also um einen Helden alter Tage, der sich auf der Flucht vor seinen Erinnerungen dem Suff hingibt. Doch sein alter Ruhm holt ihn ein und obwohl er selber nicht weiß warum, schließt er sich einem kleinen Trupp an, auf der Suche nach einem alten Artefakt, dass in das Reich der Mythen und Legenden gehört. Es ist für ihn gleichwohl eine Reise in ein Abenteuer und eine Reise in seine eigene Vergangenheit. Für Asgrim ist es an der Zeit sich mit ihr auseinanderzusetzen.

Ja, das ist im Wesentlichen der Kern. Der Leser erfährt dabei viel über die Welt in der die Handlung spielt. Sie ist facettenreich und vielschichtig beschrieben. Und es gibt viele Anhaltspunkte im Verlaufe des Romans, die darauf hinweisen, wohin sich alles in nachfolgenden Bänden entwickeln könnte.

Das hat mir auch alles gut gefallen. Vom Inhalt bin ich total überzeugt und möchte auch gerne wissen, wie sich alles weiter entwickelt. Was hält mich also vom Lesen des nächsten Bandes ab?

Ich denke ich komme mit dem Schreibstil des Romans nicht zurecht. Der Autor erzählt Asgrims Geschichte aus der Ich-Perspektive in zwei Zeitebenen – abwechselnd in der Gegenwart und dann im Rückblick zu Ereignissen, die 15 Jahre zuvor stattfanden. Mit den Zeitebenen hatte ich kein Problem – Rückblick als stilistisches Mittel ist doch ganz toll.
Ermüdend hingegen fand ich die Gedankengänge Asgrims. Es war mir an vielen Stellen einfach zu viel, in erster Linie an Wiederholungen. Es wurde regelmäßig der Begriff „namhafter Krieger“ erläutert. Oder auch die Gedanken nach der Devise „Ich bin nicht mehr der Mann der ich einstmals war.“. Das und andere derartige Überbetonungen von  Asgrims Gedankengängen waren mir auf Dauer einfach zu viel. Gefühlt hätte der Autor so für mich 20% des Romanvolumens weglassen können. Die Handlung wäre straffer gewesen und rasanter.

Ich denke, das ist es, was mich vom Weiterlesen abhält.

Fazit
Ist das Buch deshalb schlecht? Nein, denn die Geschichte selber hat mich gefangen und der Sprachstil ist nun einmal Geschmackssache. Wer damit zurecht kommt findet mit „Die Einherjer“ klassische Fantasy mit einem kleinen Hang zum episch Heroischen. Und wer etwas „bodenständige“ Dialoge mag, wie man sie aus einschlägigen Fernsehserien mit Wikingerhintergrund kennt, dem wird es richtig gefallen.

ISBN: B07FXGKH5L
Erscheinungsdatum: 03.08.2018
Erscheinungsform: Mobi

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