Hat etwas vom Rattenfänger zu Hameln -Stefan Nowicki: Tochter des Gauklers – Die Stadt der Lügen

Tochter_des_Gauklers

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Wer kaum noch Hoffnung hat, muss größten Mut beweisen … Unter der friedlichen Oberfläche Hamels beginnt es im Jahre 1284 zu brodeln: Lorenz, der Sohn des Steinmetzen, und die anderen jungen Leute wollen sich nicht länger den starren Regeln ihrer Eltern beugen und hoffen auf ein neues, freies Leben. In dieser aufgeheizten Stimmung kommen zwei Männer in die Stadt: Notger, der im Auftrag seines Grafen nach Siedlern für Ländereien im Osten sucht, und der Mönch Odo, der einen Kreuzzug ins Heilige Land führen will. Wer wird sich ihnen gegen den Willen der Stadtältesten anschließen? Lorenz hat indes aber ein noch viel drängenderes Problem: Er muss um das Leben seiner Geliebten Uta fürchten – und schmiedet einen kühnen Plan, um die schöne Rattenfängerin zu schützen. – Verlagstext –

Die junge Fahrende Uta kam 1283 mit ihrem Vater nach Hameln und erhielt die Erlaubnis dort zu überwintern. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie mit dem Fang von Ratten, da sie sich sehr gut darauf verstand. Sie wurde die „Rattenfängerin“. Als sie sich in Lorenz, den Sohn des Steinmetzen verliebt, reift in ihr nach und nach der Wunsch sesshaft zu werden. Doch das gefiel einigen ehrbaren Bürgern des Stadt gar nicht.
Soweit der Einstieg aus dem ersten Band „Tochter des Gauklers – Die Tore von Hameln“.

Mittlerweile ist das Jahr 1284 angebrochen. Lorenz Vater setzt alles daran, die Liebschaft zwischen seinem Sohn und Uta zu unterbinden. Uta und ihr Vater sollen weiter ziehen. Als die jungen Liebenden nach einem Ausweg suchen kommen Notger und Odo in die Stadt. Beide Männer suchen aus unterschiedlichen Motiven Leute für Unternehmungen, die diese aus Hameln weit wegführen würden. In Notger sehen Uta und Lorenz ihre Chance auf ein gemeinsames Leben und treten damit eine Welle los die zeigt, wie perspektivlos das Leben vieler junger Menschen in Hameln ist und wie unzufrieden diese damit sind.
Und so ziehen diese junge Leute zum Johannesfeuer vor die Stadt und gelten am darauf folgenden Tag als vermisst.

Na, das Thema kommt einem bekannt vor? Ja, in seiner Reihe „Tochter des Gauklers“ greift der Autor das Thema des Rattenfänger von Hameln unter einem gänzlich anderen Gesichtspunkt auf und gestaltet daraus eine eigene Geschichte. Er bindet dabei die Auswirkungen der Gildenzwänge für die Städte im Mittelalter gekonnt mit ein.

Ich habe den Roman im Zusammenhang mit einer Leserunde unabhängig von den beiden anderen Bänden der Reihe kennengelernt. Man kann ihn durchaus auch ohne Vorkenntnisse der Handlung des ersten Romans lesen. Alle benötigten Informationen erschließen sich ohne Probleme aus dem Kontext. Zudem beschreibt der Autor die Handlung sehr geradlinig und mit einfacher Sprache, so dass der Roman einfach zu lesen ist.

Für Liebhaber mittelalterlich städtischer Handlungen ist es ein sicherlich sehr gelungener und ansprechender Roman, den ich weiterempfehlen kann.
Bei mir hat der Roman es ohne Probleme ins Leseregal geschafft. Ob ich aber in naher Zukunft die anderen beiden Bände auch lesen werde kann ich noch nicht sagen.

ISBN: 9783958244542
Verlag: dotbooks Verlag
Erscheinungsform: epub
Erscheinungsdatum: 01.07.2018
Preis: 5,99 €

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