Ein kluger Kopf kommt auch aus dem größten Schlamassel heraus – Nina Weger: “ Der kleine Räuber Rapido – Der riesengroße Räuberrabatz“

Copyright: Oetinger Verlag

Ende August flatterte uns dieses tolle neue Buch als Leserundengewinn ins Haus. Mein Sohn und ich waren sehr glücklich, dass wir an dieser Runde bei LovelyBooks teilnehmen konnten, doch das Lesen zog sich nahezu bis heute hin, da ich berufsbedingt im letzten Monat nur wenig Zeit hatte das durchweg schöne Buch mit meinem Sohn gemeinsam zu lesen.

„Warum müssen Räuber räubern?“, will der kleine Räuber Rapido wissen. Für seinen Freund, den Waschbären Störenfried, ist das völlig klar: Weil sie Räuber heißen! „Und warum heißen sie Räuber?“ Tja, genau das ist das Problem: Rapido fragt zu viel. Er denkt zu viel. Er ist einfach völlig unräuberisch. Sein Vater, Räuberhauptmann Rigoros, ist verzweifelt. Darum ruft er – Rutz-Putz-Räuberschmutz – den Wettbewerb um die Räuberwurst aus: Der kleine Räuber, der den rüpeligsten Raubzug macht, gewinnt! Ob das klappt?

Covertext –

Als kleiner Räuberjunge hat man es gar nicht so leicht, wenn man seinen Vater nicht enttäuschen möchte und auch einmal Räuberhauptmann werden will. Wieso nicht einfach, möchte man hier fragen?
Tja Rapido entspricht nicht so ganz dem, was alle andern Räuber eben so unter einem „Räuber“ verstehen. Er wäscht sich, putzt die Zähne, pupst nicht herum, geht eigentlich gerne in die Schule (vor allem pünktlich) und benutzt lieber seinen Kopf, anstatt alles mit brachialer Gewalt zu bewerkstelligen.
Und dann ruft sein Vater auch noch einen Wettkampf unter den „Jungräubern“ aus, der es zum Ziel hat, den nächsten potentiellen Räuberhauptmann zu ermitteln.
Da steckt Rapido ganz schön in der Zwickmühle …

Die Autorin Nina Weger, will sich mit diesem Buch erstmals an jüngere Leser im Vorschul- und Grundschulalter wenden.
Das ist ihr aus meiner Sicht und der meines Sohnes eigentlich auch ganz gut gelungen. Pluspunkte bekam die Geschichte für die witzige Handlung an sich. Auch die Zusammenstellung unserer kleinen Helden (Rapido als Räubersohn und sein sprechender Waschbär Störenfried sind ein tolles Team) ist unterhaltsam. Das Kernthema, dass man eben nicht das lauteste, rüpelhafteste und unverschämteste Kind sein muss, um sich durchzusetzen und vor anderen zu bestehen gefiel uns ganz gut. Wir schätzen es, wenn Helden ihren Kopf benutzen.

Auf Dauer eine Spur zu viel waren sowohl für meinen Sohn, als auch für mich die zahllosen Wortspiele mit Rrrrr. Klar eine Räubergeschichte ohne R ist halt keine, aber zu viele einseitige Wortspiele verlieren auch bei Kindern an Witz.

Zum Buch mit seinen schönen Illustrationen von Anna-Lena Kühler kann man dem Verlag jedoch nur gratulieren. Sowohl vom Thema her, als auch in seiner guten Qualität absolut empfehlenswert.

Wir finden „Der kleine Räuber Rapido“ ist ein tolles Kinderbuch, vor allem für Grundschüler zum Vor- und später auch Selberlesen. Gerade Kinder, die Räubergeschichten mit Witz und Verstand mögen werden es gerne lesen.

ISBN: 9783789114786
Verlag: Oetinger Verlag
Erscheinungsdatum: 24.08.2020
Erscheinungsform: Hardcover
Preis: 10,00 €

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